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46. Europäischer Keramikmarkt: Höhr-Grenzhausen blickt mit Vorfreude auf das Keramik-Wochenende

Im Rahmen eines Pressegesprächs informierten Marktleiter Markus Ströher und Stadtbürgermeister Wolfgang Letschert über die Höhepunkte, Hintergründe und aktuellen Zahlen zum 46. Europäischen Keramikmarkt, der am 6. und 7. Juni 2026 in Höhr-Grenzhausen stattfindet. Die Vorfreude auf das bevorstehende Keramik-Wochenende ist in diesem Jahr besonders groß: Erstmals steht die Veranstaltung auch im Zeichen des frisch verliehenen UNESCO-Titels als „Creative City of Crafts and Folk Art“, mit dem die Kannenbäckerstadt seit 2025 Teil des weltweiten UNESCO-Netzwerks ist.

Insgesamt gingen in diesem Jahr 194 Bewerbungen ein. Eine Fachjury wählte daraus die 134 besten Ausstellerinnen und Aussteller aus acht europäischen Ländern aus. Die Jury setzt sich aus erfahrenen Fachleuten zusammen, darunter renommierte Keramikerinnen und Keramiker sowie die Leiterin des Keramikmuseums Westerwald, Nele van Wieringen. „Die sorgfältige Auswahl ist ein deutliches Zeichen für die Qualität unseres Marktes“, so Ströher. Ziel sei es, den Besucherinnen und Besuchern Jahr für Jahr ein außergewöhnlich hochwertiges und vielfältiges Angebot präsentieren zu können.

Besonders am Herzen liegt den Veranstaltern auch die Förderung des keramischen Nachwuchses. Deshalb wurden erneut mehrere kostenfreie Standplätze an junge Keramikerinnen und Keramiker vergeben, um ihnen eine Plattform für ihre Arbeiten und den direkten Austausch mit Publikum und Fachkollegen zu ermöglichen.

Als Gastland begrüßt der Keramikmarkt in diesem Jahr Schweden. Die schwedischen Keramikerinnen und Keramiker werden ihre Arbeiten auf dem Rondell unterhalb des Keramikmuseums präsentieren und damit spannende Einblicke in die aktuelle Keramikkultur des skandinavischen Landes ermöglichen.

Parallel zum Markt lädt das Keramikmuseum Westerwald erneut zu seinem beliebten Museumsfest bei freiem Eintritt ein. Darüber hinaus wird am Samstagabend die Wettbewerbsausstellung „Die Kanne“ eröffnet, bei der die diesjährigen Preisträgerinnen und Preisträger bekannt gegeben werden. 

Ein weiterer Publikumsmagnet ist die inzwischen 6. Offene Deutsche Töpfermeisterschaft, die auf dem Laigueglia-Platz mitten in der Marktzone ausgetragen wird. In verschiedenen Disziplinen wie Hochdrehen, Weitdrehen oder Seriendrehen treten Keramikerinnen und Keramiker gegeneinander an und zeigen ihr handwerkliches Können vor Publikum. 

Stadtbürgermeister Wolfgang Letschert nutzte das Pressegespräch, um den langjährigen Unterstützern des Keramikmarktes zu danken. Sein Dank galt unter anderem der Firma Hans Wolbring, die den Wettbewerb seit vielen Jahren nicht nur finanziell durch die Bereitstellung der Preisgelder unterstützt, sondern als verlässlicher Partner an der Seite der Veranstalter steht. Letschert sprach von einer „vertrauensvollen und unkomplizierten Zusammenarbeit“, die wesentlich zum Erfolg der Veranstaltung beitrage.

Auch die Nassauische Sparkasse (Naspa) gehört seit beinah 30 Jahrenzu den wichtigsten Förderern des Keramikmarktes. Mit dem traditionellen Naspa Open Air am Samstagabend auf dem Laigueglia-Platz setzt sie erneut einen musikalischen Höhepunkt im Rahmen des Keramikfestivals. In diesem Jahr sorgt die Big Band Boden mit ihrem abwechslungsreichen Programm aus Pop, Rock, Funk, Soul und R’n’B für Stimmung und Festivalatmosphäre. 

Neu ist in diesem Jahr ein Projekt zur Weiterentwicklung des Marktes. Schülerinnen und Schüler der Oberstufe des Gymnasiums im Kannenbäckerland werden während der Veranstaltung Besucherbefragungen durchführen. Dabei sollen unter anderem Anreiseverhalten, Eindrücke zum Marktangebot, Verbesserungsvorschläge sowie besondere positive Erfahrungen erfasst werden. Die Ergebnisse sollen als Grundlage für die zukünftige Evaluation und Weiterentwicklung des Europäischen Keramikmarktes dienen.

Der Europäische Keramikmarkt gilt längst als wichtiger Treffpunkt der europäischen Keramikszene. Auf einer rund 500 Meter langen Marktzone präsentiert sich die gesamte Bandbreite keramischen Schaffens – von traditioneller Gebrauchskeramik über zeitgenössisches Design bis hin zu freien künstlerischen Arbeiten. Jährlich zieht die Veranstaltung mehrere zehntausend Besucherinnen und Besucher nach Höhr-Grenzhausen. 


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